#63 Webinar mit der FERI AG – Was bedeutet der Krisenherd Nahost für Wirtschaft und Kapitalmärkte?
Shownotes
Geopolitische Krisen wirken heute schneller auf Wirtschaft und Kapitalmärkte, als viele Anleger erwarten. Gemeinsam mit FERI AG, einem der führenden Multi-Asset-Spezialisten im deutschsprachigen Raum, sprechen wir darüber, welche Folgen die aktuelle Eskalation im Nahen Osten für Inflation, Wachstum und verschiedene Anlageklassen haben könnte.
Was erwartet Dich? 1️⃣ Warum der Nahe Osten für Anleger aktuell so relevant ist
Wir sprechen darüber, warum geopolitische Risiken wieder stärker in den Fokus rücken und welche Rolle der Nahe Osten derzeit für Kapitalmärkte und Asset-Allokation spielt.
2️⃣ Welche Folgen die aktuelle Eskalation für Inflation und Wachstum haben kann
Du erfährst, wie sich steigende Energiepreise, Unsicherheit an den Märkten und mögliche Belastungen für die Weltwirtschaft auf das makroökonomische Umfeld auswirken könnten.
3️⃣ Was das für Aktien, Renten, Rohstoffe, Gold, Währungen und Alternative Investments bedeutet
Wir ordnen ein, welche Anlageklassen unter Druck geraten könnten, welche von dem Umfeld profitieren und worauf Anleger jetzt besonders achten sollten.
4️⃣ Was eine risikobewusste Anlagestrategie in diesem Umfeld ausmacht
Wir beleuchten, wie Portfolios in Zeiten geopolitischer Unsicherheit robust aufgestellt werden können und welche Überlegungen für Anleger jetzt wichtig sind.
Speaker 🎙️ Axel Angermann – Chef-Volkswirt, FERI AG 🎙️ Robin Binder – CEO & Gründer, NAO
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Disclaimer: Dieser Podcast dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist nicht als Anlageberatung zu verstehen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:01: Mich freut sehr, dass ihr alle da seid!
00:00:03: Ich bin Robin, Gründer und CEO von NOW und heute haben wir ein spezielles Thema.
00:00:08: Also die letzten Formate waren immer Live Talks.
00:00:10: Heute bin ich auch unter den Zuhörern.
00:00:12: Ich mache nur kurz das Intro.
00:00:14: Und wer Presse liest kommt ja kaum drumherum.
00:00:18: Einmal man liest relativ viel über einen Wahl aber zum anderen liest noch sehr, sehr viel über dem Konflikt im Nahen Osten.
00:00:27: Geopolitische Spannung, jetzt schon seit einigen Wochen einen Krieg.
00:00:30: Die Straße von Hormus ist gerade, ja gibt es kaum einen Durchkommen.
00:00:34: Es gefühlt irgendwie stündlich fast nicht nur täglich neue News.
00:00:38: Donald Trump ändert recht häufig seine Meinung und sieht auch wie das sich fast schon als Flächenbrand von Region ausbreitet.
00:00:45: man hat Volatilität an den Märkten gesehen.
00:00:47: erst einen großen Abverkauf wurden jetzt auch sehr viele günstigere Kurse gekauft.
00:00:52: der Goldpreis hat sich stark entwickelt Währungen auch Was wir es heute machen, deswegen freue ich mich sehr dass der Axel Angermann sehr Chefvolks wird von Ferry, einem unserer sehr sehr engen Partner heute da ist.
00:01:04: Wir versuchen etwas der Licht ins Dunkel zu bringen und einfach zu hören von Axel wie die neutrale Meinung von ihm ist, wie er den Markt einschätzt, die Makroekonomie einschädt und welche Anlageklassen vielleicht spannend sein können.
00:01:17: Ferry habt ihr vielleicht schon mal gehört Verwalten gute sechzig Milliarden ist spezialisiert auf Multi-Asset das heißt... Aktien rennen, hat aber auch Alternative Investitionen und haben auch einige Strategien bei uns.
00:01:29: Ich schätze das Team sehr.
00:01:31: Wir sitzen bei Frankfurt im schönen Bad Homburg.
00:01:34: Kurz noch organisatorisch bevor ich den Ball abgebe es gibt unten rechts die Chatfunktion.
00:01:39: könnt ihr gerne was reinschreiben.
00:01:41: Was fast noch wichtiger ist die Fragenfunktion mit dem Fragezeichen.
00:01:45: Könnt ihr Fragen reinschicken?
00:01:46: Ihr könnt ja auch untereinander hoch voten.
00:01:48: Die werden wir dann priorisiert.
00:01:50: So abarbeiten, der Axel und ich.
00:01:52: Also gerne zum einen fragen an Axel aber auch an mich, vielleicht schreibt mir später wieder ein.
00:01:56: Aber jetzt geht es erstmal los Axel!
00:01:58: Vielen lieben Dank dass du da bist.
00:01:59: Ich freue mich wirklich sehr Bin sehr gespannt Und der Ball ist bei dir, zähle gerne kurz was zu dir und dann geht's los.
00:02:07: Ja danke und einen schönen Abend wünsche ich in die Runde.
00:02:12: Ich freue mich sehr, hier zu sein wenn auch in der Tat diesmal nicht live vor Ort sondern eben nur virtuell.
00:02:20: Wir verfolgen grundsätzlich bei Ferry den Ansatz dass wir unsere Marktpositionierung die Frage wie wir bestimmte Anlageklassen eine Multi-Assets Portfolio gewichten Auch davon abhängig machen wie wir das fundamentale Kapitalmarktumfeld einschätzen.
00:02:38: Das ist nicht der einzige Faktor aber ein wichtiger Und deswegen sitzen wir mindestens einmal im Monat zusammen und diskutieren auch darüber.
00:02:46: Und so einen kleinen Blick daran, wie wir das im Moment diskutieren oder wie wir es sehen – das möchte ich in den nächsten ungefähr dreißig Minuten gerne hier teilen und hoffentlich in der Tat ein bisschen auch Hinweise geben, wie man mit einer schwierigen unsicheren Situation gerade erleben kann, mit dem Iran Krieg umgeht.
00:03:11: Ich fange mal an mit einem Comic, der mir diese Tage sozusagen über den Weg gelaufen ist und der glaube ich so ein bisschen die Haltung der Marktteilnehmer in vieler Hinsicht.
00:03:26: ganz gut widerspiegelt.
00:03:28: Also wenn man so als politisch denkender Mensch auf die Weltlage guckt, dann hat man ja schon den Eindruck dass es keine besonders komfortable Situation ist.
00:03:38: ob wir jetzt direkt vor dem Einschlag eines Meteoriten stehen der riesige Schäden verursacht das können wir gleich noch mal diskutieren.
00:03:47: aber zumindest ist dieses Risiko irgendwo im Möglichkeitenraum und tatsächlich ist es so, dass viele Markteilnehmer darauf bislang so reagieren wie der eine Dinosaurier hier und sagen, das ist schon eingepreist.
00:04:06: Können wir eigentlich ganz entspannt sein?
00:04:07: Müssen wir uns gar nicht groß aufkriegen und können eigentlich so weitermachen wie bisher.
00:04:13: Das ist ein Stück weit der Befundung.
00:04:15: die Frage steht natürlich im Raum ob das eigentlich gerechtfertigt ist was passieren würde, wenn das nicht der Fall wäre.
00:04:24: Guck mal auf die Marktentwicklung im bisherigen Jahresverlauf.
00:04:28: und da sieht man, wenn man jetzt mal den Aktienmarkt insgesamt global nimmt also MSCI Welt or Countries in lokaler Währung dann sieht man eben das, was ich gerade auch gesagt habe nach dem Beginn des Kriegs im Iran ging die Kurse tatsächlich mal ein Stück runter aber wir sind im Grunde genommen im Tiefpunkt gerade mal fünf Prozent unter Jahresanfang gewesen.
00:04:54: Und seit der letzten März-Dekade geht es wieder hoch und zuletzt hatten wir sogar neue Hochgesehen, also im Grunde wenn man jetzt auf diesen Chart guckt dann würde man in der Tat nicht annehmen dass wir uns gerade in einem Krieg befinden der immerhin die Ölversorgung erheblich beeinträchtigen könnte und damit ja dann durchaus auch gravierende wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen könnte.
00:05:21: Warum ist das so?
00:05:23: Die Märkte haben im vergangenen Jahr, oder die Markternehmer haben im vergangenen Jahr etwas gelernt was seitdem als TACO-Narrativ auf den Finanzmärkten gehandelt wird.
00:05:37: TACCO steht für Trumps Always Chickens Out.
00:05:40: also die Erfahrung Dass dann, wenn es ernst wird – wenn wirklich ernsthafte ökonomische Folgen drohen oder sonst irgendwie ungemach auch gerade für die US-Wirtschaft oder für die Beliebtheit des Präsidenten -, dass dieser Präsident bei aller Disruption und bei aller Unberechenbarkeit im Einzelnen dann regelmäßig wieder zurückzieht.
00:06:03: Und irgendwie zurückrudert und die Dinge in eine andere Richtung lenkt.
00:06:11: führt natürlich dazu, dass die Marktteilnehmer in der Tat wenn disruptive Ereignisse stattfinden sagen naja egal was der da macht so schlimm kommt es schon nicht.
00:06:24: wir können da relativ gelassen sein und müssen jetzt erstmal nicht übertreiben.
00:06:29: Und insbesondere seit der letzten März die gerade steht ja im Raum das ist ein Deal geben könnte zwischen der US Regierung und dem Iran und die Märkte nehmen das sozusagen vorweg, also das ist tatsächlich ein gutes Stück weit eingepreist.
00:06:46: Und vertrauen eben darauf dass es auch tatsächlich stattfindet.
00:06:50: wie die Aussichten dafür sind werde ich gleich nochmal ein paar Sitze dazu sagen.
00:06:53: vorher nur noch mal paar Auffälligkeiten.
00:06:56: wenn man jetzt in die einzelnen Anlageklassen reinschaut würde ich nicht allem einzeln durchgehen.
00:07:02: aber klar der Ölpreis ist im bisherigen Jahresverlauf um fast gestiegen.
00:07:11: Der ist ja tatsächlich schon vor dem Überfall oder vor dem Beginn dieses Krieges angestiegen, weil die Situation sich ja da schon verschafft hatte und die Marktteilnehmer dann natürlich schon darauf reagiert haben.
00:07:23: also wer Anfang des Jahres das irgendwie antizipiert hat und einen Ölzertifikat oder sowas in seinen Portfolio gelegt hat der kann sich jetzt über ein Wert zu wachsen von fünfzig Prozent freuen.
00:07:34: Wer gesagt hat Zeiten größerer geopolitischer Spannungen.
00:07:42: Es ist immer gut, Gold zu haben und deswegen stocke ich meine Goldposition auf.
00:07:47: Der hat immerhin auch elf Prozent Zuwachs erzielt aber Prozent es an sich für solche eine Situation nicht sehr viel.
00:07:56: Gold ist insofern tatsächlich ein Stück weit enttäuschend in dieser Krise wenn man das mal so sagen will im Wesentlichen daran, dass wir natürlich in den vergangenen zwei oder eigentlich sogar drei Jahren bereits einen rasant gestiegenen Goldpreis gesehen haben.
00:08:15: Der zunehmend überkauft wirkte und insbesondere weil dort dann offensichtlich auch verstärkt spekulative Anlieger unterwegs waren also solche die eigentlich sonst an den Aktienmarkten engagiert sind die dann eben zu Beginn dieses Jahres oder auch in dieser Krise gesagt haben, okay das ist jetzt vielleicht auf meinen Zeitpunkt Gewinne zu realisieren.
00:08:37: Das hat dann die Goldentwicklung ein Stück weit gedämpft.
00:08:41: Gute Nachricht ist dass der Goldpreis jetzt eben auch wieder auf einem etwas ermäßigten Niveau ist und grundsätzlich natürlich die Funktionen als Hedge- und als sicherer Hafen bei geopolitischen Eskalationen durchaus weiter erfüllt.
00:08:56: Was tatsächlich wirklich eine Enttäuschung war, das ist aber tatsächlich für dieses Jahr gar nicht so ganz grundsätzlich Neues.
00:09:02: Das ist in der Tat Bitcoin.
00:09:05: die stehen bei minus drei zehn Prozent seit Jahresanfang und waren ja auch im Dezember und November schon deutlich rückläufig.
00:09:12: also Bitcoin isso weit und scheint insoweit nicht wirklich ein Hedge zu sein Für geopolitische Krisen, sondern sozusagen eine Eigenleben zu führen.
00:09:24: Da können wir nachher vielleicht noch mal einen Moment darüber diskutieren wie wir das einschätzen?
00:09:28: Das ist jetzt nur einmal für den Moment der Befund.
00:09:32: Wie geht es weiter?
00:09:34: Die Lage ist unsicher.
00:09:36: Robin hat es vorhin gesagt die Meldungen was waren eigentlich stündlich?
00:09:41: sich anschauen Trump wechselt öfter Mal die Meinung Man ist da sozusagen hin und her gerissen.
00:09:49: Und tatsächlich ist es in solchen Situationen sehr hilfreich und nützlich, wenn man in Szenarien denkt.
00:09:55: Wenn man sich sozusagen überlegt was wären denn mögliche Ergebnisse für die nächste Zeit?
00:10:01: Und wie gewichten wir sie?
00:10:04: Und anders als in der Tat die Bevölkerung insgesamt vor mal letzte Woche irgendwo eine Umfrage gehört das doch eine sehr große Zahl von Menschen in Deutschland damit rechnen dass dieser Krieg noch Monate weitergeht.
00:10:17: ist das nicht unser Basis-Szenario, sondern der Basis Szenario ist das was hier auf der linken Seite steht nämlich dass es tatsächlich relativ bald eine Verhandlungslösung geben wird ob das jetzt heute Nacht der Fall ist oder morgen also bevor die Waffenruhe formal endet.
00:10:34: Oder man die Wachenruhe nochmal um eine gewisse Zeit verlängert und dann erst ne Verhandungslöser kenntricht.
00:10:40: Das sei jetzt mal da hingestellt.
00:10:41: wichtig ist aus Marktzicht dass der Krieg beendet wird im Sinne von, dass die unmittelbare meditärische Auseinandersetzung dort endet und das die Passage durch die Straße von Hummus dauerhaft gewährleistet ist.
00:10:56: Weil das natürlich die Voraussetzung dafür ist, dass eben auch der Transport von Öl, von Gas, von anderen Produkten sich dann wieder normalisieren kann.
00:11:06: Warum glauben wir, dass das eine doch recht hohe Wahrscheinlichkeit hat?
00:11:12: Wenn man sich die Interessenlage anschaut, dann ist es so dass Trump auf jeden Fall offensichtlich den Wunsch und Weden hat dieses Abenteuer diesen Krieg in irgendeiner Weise zu beenden auch weil er sich mit dieser militärischen Aktion offensichtlich ein Stück weit verkalkuliert hat.
00:11:32: Und das Ganze eben im eigenen Land sehr unbeliebt ist und das natürlich auch an den USA die Preise treibt.
00:11:39: Und da Midterm Elections anstehen im November, spricht er in der Tat viel dafür, dass jetzt nicht der Intos weiterzutreiben und diese Schäden immer weiter auflaufen zu lassen.
00:11:49: Allerdings ist die Interessenlage aufseiten der Iraner nicht unbedingt die gleiche.
00:11:55: Da könnte die iranische Führung durch Außeninteresse daran haben noch mal ein bisschen nachzulegen, ein bisschen mehr Schaden für die Weltwirtschaft anzurichten sozusagen eine Abschreckungswirkung entfaltet gegenüber künftigen Aktionen.
00:12:08: Gleichwohl ist es aber natürlich so, dass Iran sicherlich nach wie vor über gewisse Raketenabschussvorrichtungen verfügt auch ein gewisses Raketenasenal hat Drohnen sowieso, aber sicherlich auch nicht unendlich und insofern auch angesichts einer militärischen Unterlegenheit die man im Grundsatz zumindest hat vielleicht auch daran interessiert sein könnte hier zu einer Vereinbarung zu kommen.
00:12:36: Was erst mal aus dieser Sicht, wie wir hier diskutieren jetzt nicht unmittelbar interessiert ist die Frage ob das nun für die Bevölkerung im Iran gut ist und welche Folgen das für das Regierungssystem in Iran hat oder so sondern hier geht es tatsächlich erstmal nur um die Frage normalisieren sich die Transportwege flachen dann sozusagen die wirtschaftlichen Schäden ab?
00:13:00: Wenn das so käme, wenn wir damit recht hätten dann werden die Folgen dieses Krieges global durchaus spürbar sein.
00:13:10: Dass wir uns gleich auch noch mal ein bisschen genauer angucken aber sie sind insgesamt begrenzt.
00:13:15: Wir hätten dann also stand heute erstmal keinen Schaden der jetzt die Weltwirtschaft insgesamt irgendwie in den Abgrund reißen würde und es würde eine Ableitung bedeuten dass wir grundsätzlichen Offensive oder zumindest mal neutrale asset allocation beibehalten könnten.
00:13:34: Das Pandong auf der anderen Seite ist natürlich, dass die Verhandlungen tatsächlich scheitern und dass die Interessen oder die Positionsunterschiede also Frage Urananreicherung ballistisches Raketenprogramm Unterstützung von Gruppen im Ausland wie Hisbollah usw.. dass man sich da nicht einigt und es tatsächlich zu einer erneuten Eskalation kommt, dann wäre die Straße von Hormuz natürlich weiter geschlossen.
00:14:06: Und dann müsste man tatsächlich damit rechnen, dass die globalen Folgen deutlich stärker werden als bisher eingepreist und bisher angenommen – ich habe jetzt immer geschrieben dramatisch!
00:14:18: Auch das können wir gleich noch mal diskutieren, was das heißt.
00:14:20: Aber dann wäre zumindest wahrscheinlich auch die Markteilnehmer, die ihre bisherige Positionierung durchaus mal überdenken müssten und sagen müssten okay vielleicht ist es jetzt doch nicht so ganz das richtige Umfeld um hier in großem Stil weiter auf steigende Aktienkurse zu setzen.
00:14:39: Und in der Mitte haben wir nochmal dazu genommen weil das gerade unter Trump-Bedingungen durchaus eine Möglichkeit ist die man im Blick nehmen muss.
00:14:47: Es könnte natürlich passieren, dass Trump irgendwann in den nächsten Tagen sagt, ich habe keine Lust mehr.
00:14:55: Wir ziehen uns da zurück und um die Straße von Hormuz soll sich mal irgendjemand anders kümmern heißt Die Liebe unter iranischer Kontrolle?
00:15:04: Das wäre eine ziemlich fragile Geschichte Keine stabile Situation, die länger anhalten könnte.
00:15:12: Wie das im Einzelnen aussehen würde wir dann auch mit hohen Unsicherheiten behaftet.
00:15:16: Das heißt, wir müssen dann mit anhaltenden Risiken rechnen auch mit einer neuerlichen Eskalation zu einem späteren Zeitpunkt und würden uns was die Anlageausrichtung betrifft irgendwo dazwischen befinden.
00:15:27: So wie gesagt Basis-Szenario, sechzig Prozent aus unserer Sicht das es unter den gegebenen Umständen relativ positiv ausgeht.
00:15:37: aber und dass ist immer wichtig für die Positionierung man muss natürlich die anderen Szenarien sozusagen mit bedenken weil sonst wäre es reines Zocken hergeht und sagt, ich glaube jetzt einfach an Szenario eins und Positionier nicht entsprechend.
00:15:49: Und wenn dann doch das... ...fünfundzwanzig Prozent-Szenario einer erneuten Eskalation kommt, dann hat man aber eben tatsächlich auch ein Problem.
00:15:59: So, gucken wir nochmal auf die wirtschaftlichen Folgen gegebenen.
00:16:05: Jetzt erstmal das Basis-Scenario, dass dieser Krieg dann doch in absehbarer Zeit endet.
00:16:13: Dann gibt es Dann haben wir natürlich jetzt eine ganze Zeit lang einen deutlich erhöhten Ölpreis gesehen.
00:16:20: Hat er gesagt, etwa plus fünfzig Prozent seit Jahresbeginn und der Öl Preis würde dann wahrscheinlich oder mit an sich ergrenzender Wahrscheinlichkeit ein Stück fallen aber er würde ganz sicher nicht auf die sechzig Dollar zurückfallen, die wir vor dem Krieg gesehen haben.
00:16:36: Warum nicht?
00:16:37: Weil Es natürlich Zeit braucht, bis sich die Versorgungslage wieder normalisiert ist.
00:16:43: Bis die ganzen Tanker da wieder in Bewegung gesetzt haben und dann auch irgendwann in den Zielhefen angekommen sind.
00:16:50: Es sind Ölförder- und Gasförderanlagen zum Teil zerstört worden.
00:16:54: Das wird mit Zeit lang benötigen.
00:16:57: Es wurden an verschiedenen Stellen Leger angezapft, die erst mal wieder aufgefüllt werden müssten, wo wir also eine erhöhte Nachfrage haben und so weiter.
00:17:07: Deswegen gehen die Schätzungen dahin, dass der Ölpreis dann vermutlich sich auf einem Niveau von achtzig bis fünfundachtzig Dollar ungefähr einpendeln würde für die erste Zeit.
00:17:19: Und das wären immerhin auch noch dreißig Prozent mehr als wir eben vor dem Krieg haben.
00:17:25: So einen dauerhaften Anstieg des ÖlPreises um fünfzig Prozent führt im Euro Raum nach einer Daumenregel zu einem Anstieg der Inflation um anderthalb Prozentpunkte ungefähr und zu einer Wachstumsabspechung um ein Prozentpunkt.
00:17:39: Das sind, wie gesagt erst mal nur Daumenregeln und wie es genau aussieht das muss man dann in der Tat im Lichte konkreter Entwicklungen wie sie sich darstellen angucken.
00:17:49: aber daran kann man sich so ein bisschen orientieren und für einen Euroraum ist das natürlich keine besonders gute Nachricht weil Wenn die Inflation anderthalb Prozentpunkte höher ist, wir hatten vorher zwei Prozent.
00:18:00: Dann wären wir so bei dreieinhalb möglicherweise und wenn das Wachstum um ein Prozent Punkt Schaden nimmt?
00:18:07: Die Schätzungen vorher waren einen Prozent Wirtschaftswachstums im laufenden Jahr, dann sind wir ungefähr bei null.
00:18:12: Das ist also das was Ökonomen in einem Staxlations-Szenario.
00:18:16: nennen und das tatsächlich eine ziemlich unangenehme Situation, eine schwache Wirtschaft und gleichzeitig erhöhte Inflation.
00:18:22: Darauf müsste man sich also zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einstellen.
00:18:26: allerdings wenn der Krieg jetzt tatsächlich demnächst endet dann ist der Anstieg des Ölpreises um fünfzig Prozent ja nicht dauerhaft sondern eben für sechs Wochen oder acht Wochen oder so und dann geht er wieder ein Stück runter.
00:18:41: das heißt die Folgen bären dann aller Voraussicht nach zumindest ein bisschen geringer, als sie jetzt hier in den Zahlen dargestellt sind.
00:18:48: Wir haben für die Inflation tatsächlich mal versucht das als Szenario darzustellen.
00:18:55: also auch an dieser Stelle sind Szenarien natürlich grundsätzlich wichtig und wir haben ja jetzt schon gesehen im März dass die Informationsrate im Euroraum eben auf etwas mehr als zweieinhalb Prozent hoch geschossen ist.
00:19:07: Das war zunächst mal natürlich eben in erster Linie eine Folge der gestiegenen Energiepreise, also Öl und Gas insbesondere.
00:19:15: Und das wird sich im Material aller Voraussicht nach auch nochmal ein Stück fortsetzen.
00:19:20: Grundsätzlich wirkt ein höherer Ölpreis im Grunde genommen wie eine zusätzliche Steuer weil wir ja praktisch für die gleiche Menge Öl oder Gas jetzt mehr bezahlen müssen als wir Anfang des Jahres noch gedacht haben, das wäre also vom Effekt her ungefähr so, als würde man die Mehrwertsteuer anheben.
00:19:39: Das ist in der Tat nicht schön und hat zum Kaufkraftverluste zur Folge.
00:19:43: bedeutet aber wenn nichts weiter passiert dass dann nach spätestens einem Jahr sich das wieder normalisiert und die Inflationsrate auch auf das vorherige Niveau also etwa zwei Prozent zurückgeht Die große Gefahr dass das Ganze zu sogenannten zweitrunden Effekten führt.
00:20:05: Heißt, dass sich also dieser Anstieg des Ölpreises durch die Wirtschaft durchsetzt, Dienstleistungen die Preise anheben müssen, das andere Abnehmer der Speditionsdienstleistung in ihrerseits die Preisen anhebt.
00:20:24: Dass die Beschäftigten mehr Löhne verlangen und so weiter.
00:20:28: Und dann könnte sich die Inflation eben tatsächlich auch verfestigen auf einem Niveau dass deutlich über zwei Prozent bliebe.
00:20:36: Das haben wir mal mit dieser gelb bis braunen Linie dort abgeschätzt.
00:20:42: Und das wäre dann natürlich in der Tat ein Szenario, dass auch für die Geldpolitik durchaus ein Problem darstellen könnte.
00:20:52: Wichtig ist aber und deswegen haben wir die Übung hier auch gemacht – Das ist nicht zwingend!
00:20:57: Wenn man so die Nachrichtenlage verfolgt, dann hat mir ja den Eindruck, es sei jetzt gewissermaßen zwangsläufig so, dass wir einen riesigen Installationsschub bekommen.
00:21:07: zwingend so, sondern es könnte natürlich auch sein dass sich entsprechend der blauen Linien bewegt.
00:21:12: Dann haben wir auch für eine ganze Zeit lang Inflationsraten die deutlich über zwei Prozent liegen dann aber im Laufe des kommenden Jahres eben wieder in der Normalisierung.
00:21:21: Warum ist das so?
00:21:22: Weil wir in Europa eben eine schwache wirtschaftliche Dynamik haben und in diesem Umfeld ist es eben schwierig erhöhte Kosten einfach weiterzugeben.
00:21:33: Es dürfte auch schwierig hohe Lohnsteigerungen durchzusetzen.
00:21:36: Das ist für die Arbeitnehmer bedauerlich, aber aus Inflationssicht eben an sich durchaus ein Positivfaktor.
00:21:45: Und nun wird an den Märkten in der Tat seit einiger Zeit intensiv darüber diskutiert was das für die Geldpolitik bedeutet und man sieht auf der rechten Seite Der Markt erwartet tatsächlich mehrere Zinsanhebungen der EZB im laufenden Jahr also zwei bis drei Je nachdem, das halten wir um es direkt zu sagen tatsächlich für unrealistisch und nicht sehr wahrscheinlich.
00:22:13: Und links steht warum das so ist.
00:22:15: also der Hauptgrund ökonomisches der den ich gerade gesagt habe.
00:22:20: an sich wäre es durchaus sinnvoll dass die zb und man sollte annehmen dass sie das auch tut dass er sich eben die Daten sehr genau darauf hin anschaut inwieweit es tatsächlich Anzeichen gibt für solche Zweidrundeffekte und erst dann und nur dann reagiert, wenn das eben tatsächlich der Fall ist.
00:22:41: Und wenn das nicht der Fall isst, dann könnte sie durch diesen Energiepreisanstieg durchaus auch hindurchgucken und die Zinsen theoretisch einfach so lassen wie sie im Moment sind also bei zwei Prozent den Leitzins.
00:22:55: Das Problem ist dass glaube vielen Beobachtern Kollegen im EZB-Rat.
00:23:02: Allerdings die Lage von Jahrzehnte und Zwanzig in den Knochen steckt, denn damals hatten wir tatsächlich einen sehr großen Anstieg der Inflationsraten.
00:23:12: Und die EZW hat damals ganz eindeutig, im Nachhinein kann man das sehr klar sagen sie hat eindeutlich zu spät reagiert, hat viel zu späht die Zinsen angeoben.
00:23:23: Man muss es wirklich als Politikfehler klassifizieren und insofern ist natürlich sicherlich auch unter den Entscheidern im EZW-Rat diesen Fehler nicht noch einmal zu wiederholen.
00:23:35: Man muss allerdings sehen, dass die Lage tatsächlich eine andere ist als in dem Jahr.
00:23:41: Denn wir hatten damals starke Angebotsstörungen aus der Corona-Pandemie resultierten und dann natürlich den Energiedieferungen, die wir bis dahin aus Russland bekommen hatten.
00:23:54: Wir hatten aber gleichzeitig eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Nachfrage, die durch Fiskalpolitik noch mal zusätzlich angetrieben wurde und wir hatten eine extrem expansive Geldpolitik.
00:24:04: Die Leitzinsen waren ja bei null bzw.
00:24:07: teilweise sogar darunter Und das ist in der Tat ein Mix der sozusagen leerbuchhaft dafür ist dass dann die Preise auch tatsächlich sehr stark steigen.
00:24:18: punktuell Angebotsstörungen, also hier und da wird man das wahrscheinlich merken.
00:24:23: Und wie gesagt, je nachdem die Lage sich weiterentwickelt kann es mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.
00:24:28: Es dürfte aber nicht den Umfang haben wie in dem Jahr.
00:24:33: Wir haben definitiv eine schwache Nachfrage, also kein Umfeld, indem es sehr leicht ist Preise anzuheben.
00:24:41: Und wir haben eben eine neutrale Geldpolitik, der bleibt sonst nichts eben nicht bei null sondern bei zwei Prozent.
00:24:48: Und von daher ist es nicht zwingend und auch nicht wirklich vernünftig, einfach das von dem Jahr.
00:24:56: Und wie gesagt die EZW sollte sich die Datenlage genau anschauen und dann nur bei Bedarf reagieren.
00:25:03: Wir können uns vorstellen dass der EZB im Juni tatsächlich mal einen Zinsschritt vornimmt gerade auch um ein Zeichen zu setzen um ihre eigene Glaubhaft oder Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen und zu zeigen.
00:25:15: wir nehmen das ernst und wir sind auch bereit da zu reagieren.
00:25:19: Aber dass sie zwei oder dreizehn Schritte im laufenden Jahr vornehmen, halten wir zumindest für Stand heute, zumindest für recht unwahrscheinlich.
00:25:31: Was heißt das für die globale Wirtschaft?
00:25:33: Der IWF hat in der vergangenen Woche seine Frühjahrsprognosen veröffentlicht und hat sich also in der Tat mit der Frage beschäftigt müssen wir die Wachstumsprognose revidieren.
00:25:44: Das hatte er auch tatsächlich getan aber wie man an den Balken sehen kann, die Unterschiede zwischen der Prognose aus dem Januar und der jetzigen im April sind nicht gravierend.
00:25:58: Also wenn wir mal Deutschland nehmen da hatte der IWF im Januar noch die Erwartung dass die Wirtschaft in Deutschland um ein Prozent wächst.
00:26:07: jetzt sind wir bei etwa Null Komma sieben Null Komma acht Prozent.
00:26:13: Wir selber sind da ein bisschen pessimistischer und würden dann nochmal Null Komma zwei Prozent Punkte unternehmen, das ist jetzt aber nicht der entscheidende Punkt.
00:26:21: Also wir haben eine Abschwächung.
00:26:22: darauf müssen wir uns einstellen Aber eben keine Rezession Und wir landen jetzt nicht hier irgendwo im Abgrund und es gibt in der Tat Das sieht man auf der rechten Seite durchaus auch Länder die tendenziell profitieren nämlich diejenigen Die tatsächlich auch diese Rohstoffe die jetzt teuer geworden sind verkaufen also Mexiko beispielsweise.
00:26:41: Auch Brasilien könnte profitieren ein Stück weit.
00:26:45: Aber gerade in Europa sind wir natürlich abhängig von Energie im Proben und deswegen wird uns das schon auch in der Wachstumsdynamik durchaus etwas treffen, man muss bei allem... was wir im Moment angucken, natürlich auch noch mal einen Blick haben.
00:27:01: Was ist überhaupt generell die wirtschaftliche Lage?
00:27:04: Wir haben ja nicht nur den Naostkonflikt und dem Krieg sondern durchaus auch andere Faktoren also beispielsweise eine verringerte Wachstumsdynamik in China Die man in Kauf nehmen muss, wo sozusagen die Aussichten für die Exporte nach China eben schlecht sind.
00:27:21: Wir haben schon seit längerem Zeit deutlich sinkende Exporte aus Deutschland auch aus Europa nach China.
00:27:27: das wird sich vermutlich nicht umkehren und ist für sich genommen natürlich ein Negativ Faktor.
00:27:33: wir sehen auf der anderen Seite bislang durchaus eine robuste US-Wirtschaft bislang, das gucken wir uns dann auch gleich noch mal an.
00:27:42: und damit stellt sich natürlich in der Tat die Frage.
00:27:45: Ich hatte gesagt, wir sind als Multi-Assets Manager unterwegs.
00:27:51: Wie sieht es eigentlich mit Aktienengagement?
00:27:54: Darauf würde ich jetzt vielleicht mal kaprizieren.
00:27:56: wie sieht's mit Aktie-Engagements in den USA aus?
00:28:00: Sollte man da jetzt die Finger davon lassen, ist das weiter aussichtsreich die Stimmung und die Meinung der Teilnehmer hier einholen wollen.
00:28:14: Also gehören Sie unbedingt ins Portfolio, sollte man das eher vermeiden zumindest so lange Trump an der Macht ist oder traut man sich keine eigene Meinung zu?
00:28:26: Was tippsen du?
00:28:30: Naja wenn die Leute am Anfang schon recht optimistisch waren würde ich annehmen dass viele auch weiter in den USA engagiert sein wollen.
00:28:38: aber...
00:28:39: Also gar u.s.a.
00:28:42: gehören unbedingt ins Portfolio, um angemessene Rediten erzielen zu können.
00:28:46: Es gab ein bisschen runter auf die Eighty-Siehre.
00:28:48: Dann haben wir da zwei ist.
00:28:50: fünfzehn Prozent kann ich nicht wirklich beurteilen und nur zwei Prozent sollte man nach Möglichkeit vermeiden solange Trump an der Macht also ganz klar größer Achtzig Prozent.
00:28:59: Das sind
00:29:01: insofern schade weil dann kann ich jetzt gar nicht dagegen halten und sagen wir sehen das wirklich ganz anders denn so sehen was tatsächlich grundsätzlich auch.
00:29:09: Und der Grund liegt natürlich darin, dass die USA nach wie vor ja wir sagen immer Wachstumsmotor und Innovationsmotor sind.
00:29:19: Ja beziehbar auf der linken Seite mal die Wachs-Zooms Performance dargestellt ab seit Anfang im Jahr zum Beispiel.
00:29:27: die US Wirtschaft ist eben in diesen vier Jahren real dreißbereinigt um knapp zehn Prozent gewachsen.
00:29:34: Euro-Raum, nicht mal halb so viel.
00:29:36: Vier Prozent und Deutschland sogar ein leichtes Minus, neukommer fünf Prozent also der Euroraum wert wenn man da Deutschland rausrechnen würde wäre dann sogar noch einen Tick höher.
00:29:46: Das ist natürlich tatsächlich den Klassenunterschied und wenn man das nach hinten verlängern würde jetzt zwei tausendneinzehnt anfangen würde oder zweitausendfünfzehn oder so Dann bekäme man kein grundsätzlich anderes Bild.
00:29:58: Eine Folge, das ist jetzt nicht ganz monokausal.
00:30:01: Aber eine Folge davon ist natürlich dass eben auch die rendite amerikanische Aktien tatsächlich deutlich besser als damals.
00:30:09: jetzt mal für zehn Jahre ausgerechnet also im Durchschnitt der vergangenen zehn jahre haben us-amerikanische aktien um vierzehn pro Jahr zugelegt deutsche aktien immerhin um sieben kommer sechs.
00:30:23: das ist ja tatsächlich ein Ergebnis, was man angesichts der wirtschaftlichen Dynamik gar nicht unbedingt erwarten würde.
00:30:31: Der Grund liegt natürlich darin das an der Börse natürlich nicht die deutsche Volkswirtschaft gehandelt wird sondern eben die deutschen Unternehmen.
00:30:38: und diese Unternehmen sind zum Teil oder zum großen Teil weltweit tätig und profitieren ihrerseits natürlich an den Wachstumsperspektiven der USA und anderswo machen da auch Gewinne.
00:30:50: Und das schlägt sich dann in der Performance-Deutsche Aktien auch nieder.
00:30:57: Aber trotzdem ist eben auch hier die Performance doch ein ganzes Stück schlechter, also wer jetzt zehn Jahre lang nur in deutsche Aktien investiert hätte, hättet immerhin sieben Prozent Rendite.
00:31:12: Also wenn man das mal ausrechnet, weil man sich vorstellt, man hätte mit tausend Euro angefangen und jeden Monat hundert Euro Beiseite gelegt, sondern immer den Dachs gekauft.
00:31:20: Dafür hätte man jetzt immerhin gut zwanzigtausend Euro.
00:31:25: Wenn man das gleiche aber in den USA gemacht hätte, dann hätte man achtundzwanzig tausend.
00:31:29: oder ist also schon auch ein erheblicher Unterschied.
00:31:31: Wechselkurs Effekte sind jetzt hier mal aus und vor.
00:31:34: die muss man natürlich wenn wir es wirklich machen würde noch mit berücksichtigen.
00:31:40: Aber über die Zeit hinweg ist das eben in der Tat auch einen Punkt.
00:31:44: Und deswegen ja, US-Aktien gehören unbedingt in ein Portfolio sowieso.
00:31:49: Also auch weil sie einen Gewicht von siebzig Prozent am Weltindex haben und man insofern natürlich einfach aus dem wichtigsten Markt gar nicht partizipieren würde.
00:32:01: Wenn wir aktuell nochmal darauf schauen dann ist eines der großen Themen die KI Entwicklung.
00:32:08: Wir haben hier noch mal darstellt die Investitionsausgaben der großen Technologiefirmen, also Amazon, Alphabet Microsoft, Meta und Oracle.
00:32:18: Und man sieht sie sind eben in den vergangenen Jahren, also gerade ist es schon sehr deutlich gestiegen und das wird sich im laufenden Jahr und dann auch siebenundzwanzig durchaus weiter fortsetzen.
00:32:30: Das heißt nicht automatisch dass Die Aktienkurse dieser Unternehmen weiter senkrecht nach oben gehen und tatsächlich gibt das da auch durchaus begründete Zweifel daran.
00:32:43: Und wir haben ja zuletzt da auch durch die eine oder andere Bremsspur gesehen, weil natürlich die Frage aus Marktzicht immer die ist ob diese Investition sich auch wirklich rentieren?
00:32:54: Es gibt sozusagen zwei Risikofakturen, die man da im Blick nehmen muss.
00:32:58: Das eine ist natürlich dass diesen Investitionen nicht die Profitabilität folgt, die man sich davon erhofft und jetzt natürlich auch hoch eingepreist ist.
00:33:12: Das ist etwas was man im Blick behalten muss.
00:33:15: bisher sind aber die Unternehmensergebnisse durchaus weiterhin im Rahmen der Erwartungen und ganz ansehnlich.
00:33:22: und das zweite Risiko was man gar nicht abschützen kann dass auf einmal irgendein Wettbewerber Auftritt, von dem noch nirgends einer was gehört hat und der hergeht.
00:33:31: Und sagt ich kann das viel besser und übrigens auch sehr günstiger dann würden natürlich diese Investitionen schlagartig entwertet werden und dass es in einem Prozess von Technologie und Entwicklung und Disruption durchaus etwas was man nicht ganz ausschließen kann weil die Risiken hier recht hoch geworden sind und weil diese Firmen eben auch einen sehr hohen Anteil am Aktienindex haben, deswegen haben wir uns beispielsweise entschlossen Anfang des Jahres eher auf ein gleichgewichteten Index umzuschwenken.
00:34:04: Also nicht mehr in den S&T V-Hundert insgesamt zu investieren sondern in ein gleich gewichtetes Vehikel.
00:34:10: dann hat man weiterhin natürlich auch Allmessen und Metaaktien
00:34:14: usw.,
00:34:15: aber eben zu einem geringeren Gewicht.
00:34:18: Das war jetzt in den letzten zwei Wochen keine gute Idee weil da gerade diese Aktien wieder ein bisschen besser sich entwickelt haben.
00:34:26: Aber davor und aufs Jahr insgesamt hat sich das bislang durchaus auch bezahlt gemacht.
00:34:32: Und ist eben an der Stelle dann auch ein Mittel, um einfach Risiken zu reduzieren.
00:34:40: Wechselkurs ist natürlich ein wichtiger Punkt bei wenn man in den USA investiert ist und auch insgesamt global.
00:34:48: weil ja auch natürlich Gold und Öl usw.
00:34:52: in Dollar denominiert sind haben wir nun allerdings im vergangenen Jahr gesehen, dass der Wechselkurs tatsächlich Gegenwind war in Portfolio.
00:35:02: Das war jetzt mal rein historisch gesehen eine etwas neue Erfahrung weil in den zehn Jahren davor was andersrum da der Dollar tendenziell ständig aufgewertet und hat insofern immer noch mal einen zusätzlichen Performance Beitrag gebracht in so einem Multi-Essit-Portfolio.
00:35:21: das war am vergangen ja nicht so Und wir sehen hier jetzt, deswegen habe ich immer durchaus die kurze Frist auch dargestellt seit Anfang vergangenen Jahres durch außenklares Muster.
00:35:32: Es gibt immer mal Phasen wo der Dollar schubartig abwertet und zwar tendenziell eben immer dann wenn disruptive Ereignisse stattfinden damit verbunden sind, dass eben das Vertrauen in die Verlässlichkeit und Berechenbarkeit von US-Politik leidet.
00:35:51: Und das war im vergangenen Jahr natürlich regelmäßig der Fall insbesondere natürlich im Zusammenhang mit dem Liberation Day wo Trump die Märkte tatsächlich auch überrascht hat mit diesen massiven Zöllen praktisch gegen die ganze Welt.
00:36:06: Das hat sich dann tatsächlich auch einer deutlichen Abwertung des Dollar niedergeschlagen.
00:36:10: Zwischendurch geht es aber durchaus auch immer mal in Phasen, wo nicht viel passiert.
00:36:13: Also im zweiten Halbjahr XXV beispielsweise hat der Dollar sich in einer ziemlich engen Bandbreite mehr oder weniger seitwärts bewegt und eine These die wir im vergangenen Jahr intensiv diskutiert haben ist sozusagen das Dollar-Zeitalter vorbei.
00:36:30: verliert der Dollar seine Funktion als Leitwährung muss man jetzt auf irgendwas anderes setzen und werden damals gesagt Nee!
00:36:38: Der Dollar bleibt bis auf weiteres, zumindest Leitwährung.
00:36:43: Und das bestätigt sich jetzt gerade im Iran-Krieg weil in dieser geopolitischen Lage bei diesen Unsicherheiten die Anleger tatsächlich auch wieder die Sicherheit des Dollar gesucht haben und der Dollar ein Stück weit aufgewertet.
00:37:00: Insgesamt ist unsere These dass wir in den nächsten Jahren tendenziell eine weitergehende Dollar-Schwäche sehen werden.
00:37:08: Wir müssen uns also darauf einstellen, dass der Dollar eben tendenzielle zur Schwäche neigt.
00:37:12: aus ökonomischer Sicht liegt der faire Wechselkurs, den man dann immer nach Kaufkraftparitäten bestimmt so bei eins fünfundreißig ungefähr.
00:37:21: da hätte man auch noch gutes Stück Luft.
00:37:26: das wird sich aber nicht so gleichförmig vollziehen wie es hier in der rechten Grafik aussieht.
00:37:32: Das ist insofern nur eine Projektion, sondern wie man auf der linken Seite sieht durchaus eben auch ein Stück weit disruptiv und kurzfristig mit Prognosen des Wechselkurses nahezu unmöglich muss man als Ökonome immer ehrlicherweise sagen.
00:37:49: deswegen habe ich keine klare Meinung dazu wo der Dollar jetzt in drei Wochen steht.
00:37:54: aber wir sind relativ gut davon überzeugt dass der Dollar auf Sicht von einem Jahr, zwei Jahren, fünf Jahren spürbar schwächer sein wird als im Moment.
00:38:08: Und darauf muss man sich natürlich einstellen.
00:38:09: Also Dollar-Engagements und gerade auch Investments in den US-Raum gehören weiter dazu.
00:38:16: Das ist nach wie vor wichtig aber man muss sozusagen einrechnen das man da natürlich einen Performanceverlust hat weil der Dollar eben etwas schwäischer ist.
00:38:29: am Ende Gucken wir noch mal auf den Iran-Krieg.
00:38:33: Der hat auch langfristig Folgen, die man entwickeln muss und das ist so ein bisschen wie in der Coronazeit.
00:38:39: Das was jetzt hier steht, es gar nicht primär ein Ergebnis, was allein aus dem Iran Krieg resultiert.
00:38:46: Ihr Kriegemiran wirkt aber gewissermaßen als Beschleuniger von Prozessen, die wir auch ohnehin schon sehen.
00:38:54: Energie-Sicherheit gewinnt natürlich an Bedeutung.
00:38:57: Also all die Länder, die jetzt sich Sorgen machen ob das Kerosin reicht und ob man in Engpässe kommt
00:39:03: usw.,
00:39:04: werden sich natürlich Gedanken machen, ob sie wirklich einen so hohen Anteil ihrer Ölemporte aus der Golfregion beziehen wollen und ob Sie vielleicht ihre Läger vergrößern usw.. Man wird versuchen Transportwege auszubauen, die etwa über Pipelines laufen und nicht durch die Straße von Hormus.
00:39:25: Das ist zwar auch nicht risikolos wie wir wissen aber würde zumindest zu einer gewissen Diversifikation führen.
00:39:31: Wir werden durchaus eine Beschleunigung sehen Von Elektrifizierung und Energiewende weil das natürlich eine rationale Antwort ist auf die Sorge man könnte hier in Versorgungsengpässe geraten bzw.
00:39:48: von eben hohen Preissteigerungen betroffen sein, also insofern ist sozusagen diese These das Trump hier unfreiwillig zum Motor auch der Energiewende werden könnte durchaus nachvollziehbar und wir werden in der Tat auch weiter militärische Aufrüstung und Modernisierung sehen.
00:40:08: denn ein Ergebnis dieses Krieges ist ja dass wir eine asymmetrische Kriegführung haben dass die Iraner eben mit vergleichsweise einfachen Mitteln Drohnen insbesondere Vorteile erzielen können, wo das, wo wir oder die USA und auch Israel im Moment meditärisch nicht wirklich eine gute Antwort darauf haben.
00:40:28: Das ist eben nicht wirklich sinnvoll.
00:40:30: mit Raketen, die zwei Millionen kosten auf nette Drohne zu schießen sind nur fünfzigtausend kostet.
00:40:35: Das ökonomische schwierig also da wird sicherlich einiges passieren und das fällt in etwas was wir regelmäßig bei uns diskutieren.
00:40:46: Ein Übergang zu einer multipolaren Weltordnung, das Ende der regelbasierten Weltordnung wie wir sie kannten.
00:40:53: Das heißt nicht dass die total verschwindet und gar keine Rolle mehr spielt aber wir kommen eben eher in eine Ordnung rein, die multipolas deswegen mit erheblichen Unsicherheiten auch verbunden wird ist mit höherer Volatilität verbundenes das Primat der Politik tatsächlich nicht wieder eine größere Rolle spielt.
00:41:13: Also, also Politik richtet sich nichts in erster Linie daran aus Standortsbedingungen für globale Konzerne möglichst positiv zu gestalten sondern eben Versorgungssicherheit Diversifikationen von wegen Transportwegen auch die Etablierung bestimmter Produktion vor Ort meditärischer Aspekte und so weiter spielen da eben durchaus eine wichtige Rolle.
00:41:42: und das hat natürlich dann noch durchaus Auswirkungen auf die Gewinnaussichten einzelner Unternehmen, die man in der Analyse mit berücksichtigen muss.
00:41:52: Bevor ich jetzt mal sage wie wir uns positionieren und wie wir das Ganze sehen haben wir nochmal eine dritte Frage, die wir an dieser Stelle gerne stellen würden nämlich die Frage nach alternativen Anlageklassen, also Private Equity, Infrastruktur, Private Credit, Hedge Force und so weiter.
00:42:17: Da würde uns durchaus mal interessieren ob ihr das nutzt oder nicht oder unentschieden seid?
00:42:29: Ich unterstütze ich wieder.
00:42:32: Wir sind ja auch relativ eindeutig.
00:42:35: Also größer siebzig Prozent nutze ich auf jeden Fall Und dann ist es ausgebogen, kann ich nicht beurteilen.
00:42:42: Nützlich nicht wenn wir das zu riskant erscheinen sind aber bei achtzehn oder zwölf Prozent.
00:42:47: Aber Löwenanteil setzt auf eine ausgebogene Mischung und Multi-Asset Portfolio.
00:42:52: Das sollte man von Kunden von now auch erwarten eigentlich.
00:42:58: So fand jetzt auch nicht so wahnsinnig überraschend und tatsächlich spiegelt dass natürlich auch das wieder was wir sozusagen unserer Vermögensverwaltung in unseren Multi Assets Portfolios tatsächlich machen.
00:43:09: Ich fange mal unten an, Anleihen sind erstmal grundsätzliche Stabilitätsanker.
00:43:15: Wir sehen Anlein im Moment und auch perspektivisch nicht primär als eine Renditequelle.
00:43:21: Das heißt wir glauben ganz im Grundsatz nicht wirklich daran dass die Zinsen deutlich sinken und auf diese Weise mit anderen hoher Träge zu Erwirtschaften sind.
00:43:31: das kann temporär natürlich mal der Fall sein und es wird auch Phasen geben in denen das der Fall ist.
00:43:36: Aber grundsätzlich und gerade jetzt im Moment ist es eher nicht so.
00:43:41: Trotzdem haben wir natürlich eine sinnvolle Verzinsung, und haben deswegen Anleihen natürlich auch im Portfolio aber tatsächlich Untergewichtes gegenüber der Benchmark.
00:43:52: Primäre vor Performance-Querde sind klar Aktien und da ist das wichtig was ich jetzt unterwegs auch schon gesagt habe ne breite Streuung nach Regionen und Sektoren also USA gehören dazu einen Punkt, der jetzt in den vergangenen zwei Jahren an Bedeutung gewonnen hat.
00:44:09: Man muss es eben auch nicht sinnvoll nur auf die USA zu setzen bei aller Wachstumsstärke und bei aller Innovationsstärke
00:44:16: usw.,
00:44:18: sondern zum Beispiel auch Schwellenländer mal mit dem Blick zu nehmen.
00:44:22: Europa könnte Chancen bieten wenn wir vielleicht mal ein paar Dinge anders machen würden als das im Moment.
00:44:30: mehr will ich dazu jetzt gar nicht sagen, aber grundsätzlich ist natürlich da eine breite Streuung nach Region und auch nach Sekturen durchaus ein wichtiger Punkt.
00:44:38: So dann kommen wir eben in den Bereich Hedgefonds Volatilität die eben als zusätzliche Performance Quelle dienen können und sollen und das auch tatsächlich tun.
00:44:49: Hedgefunks vielleicht mal nur zwei Sätze dazu.
00:44:53: Hedgefonds sind bei uns Rentennersatz.
00:44:57: also in unserem Multi Effort Kontext versuchen wir Hedgefonds dafür einzusetzen, dass wir dort eine moderate Rendite-Abertschaften die über das hinausgeht was man mit Anleihen erzielen kann.
00:45:13: Es geht also nicht darum da Wildrum zu zucken und die wildesten Strategien zu fahren um da jetzt zweistellige Renditen zu erwirtschaften sondern wie gesagt es gehört bei uns sozusagen in den Bereich der Renten ähnlichen Investments.
00:45:27: Volatilität ist klar in einem unsicheren Umfeld, wo man mit größeren Schwankungen rechnen muss sind Volatilitiesstrategien durchaus eine sinnvolle Part und ein Portfolio.
00:45:42: Gold hatte ich vorhin schon mal gesagt bleibt geopolitischer Hedge.
00:45:47: das gilt nicht immer aber wie gesagt auf dem jetzt ermäßigten Niveau vielleicht wieder mehr als Anfang des Jahres und gilt in jedem Fall nur langfristig.
00:45:57: Und natürlich ist es nicht sinnvoll, sich fünfhundert Kilo Goldbaren und das Kopfsgissen zu legen weil die aus sich heraus keine Erträger wirtschaften.
00:46:07: deswegen wird man das also vom Gewicht her auf ein vernünftiges Maß also bei uns etwa fünf Prozent begrenzen.
00:46:15: und ganz oben ein Thema wo man jetzt ein eigenes Webinar machen könnte.
00:46:21: und auch mal sollte Digital Assets Da wäre aber ein Kollege von mir dann auch der bessere Anstrichpartner, der sich intensiv damit beschäftigt.
00:46:28: Weil das eben zunehmend eine etablierte Anlageklasse wird die tatsächlich noch einen Eigenleben führt und Bewegungen aufweist, die man nicht immer gut vorhersagen kann.
00:46:42: Das muss man dann also aushalten können.
00:46:44: Aber wo die Nachfrage danach tatsächlich auch steigt Und deswegen ist es mit einer geringen Gewichtung auch in so einem Multi-Asset Portfolio bei uns mitgewichtet.
00:46:55: So, rechts nochmal ein paar Merksätze die gerade in Zeiten hoher Unsicherheit helfen können.
00:47:02: also keine panikartigen Verkäufe eben an Tako denken Wahrscheinlich irgendwann mal der Punkt kommt, wo Taco nicht mehr greift.
00:47:13: Also also, wo es tatsächlich mal schiefgehen könnte.
00:47:16: aber trotzdem ist es selten juckt direkt in fallenden marktfinalen alles zu verkaufen und dann an der seitenlinie zu stehen wenn's doch wieder fahrförmig hochgeht.
00:47:26: ins szenarien denken habe ich gesagt.
00:47:28: dreite dieser diversifikation hat sich ja jetzt hier glaube ich durchgezogen dollar risiken begrenzen wie immer man das macht das absichert oder eben in der Tat auf beiden Investments auch schaut, dass das Dollar Exposure nicht zu groß wird.
00:47:45: Und einen Punkt, der glaube ich nach wie vor gilt Don't Fight the Fed.
00:47:50: also wenn die Geldpolitik bestimmte Signale aussendet angenommen Die FED sollte tatsächlich da hinkommen was wir jetzt nicht glauben aber sie sollte dahin kommen zu sagen Wir richten unser Augenmerk auf die Inflation und sind bereit Zinsen zu erhöhen dann ist es eigentlich nie eine gute Idee zu sagen, ich weiß es besser und kaufe jetzt erst recht Aktien.
00:48:11: Dann muss man tatsächlich auch sich darauf einstellen und die andere Positionierung entsprechend
00:48:18: anpassen.".
00:48:19: So das war mal so der Überblick.
00:48:23: Können wir jetzt wahrscheinlich noch drei Stunden in den Details weitergehen?
00:48:27: Das will ich aber nicht tun und deswegen bin ich mal gespannt auf Frage.
00:48:32: Danke!
00:48:34: Von mir auch.
00:48:34: vielen Dank Axel, war wie immer sehr sehr informativ.
00:48:37: Ich würde mit einer kurzen Frage starten und dann werde ich zeigen dass wir ja die Fragen durchgehen, die gestellt worden sind.
00:48:44: was mich gewundert hat ist es ihr jetzt auf ein S&P-Fünfhundert Equal Weight geht?
00:48:48: Ist es denn aktiven Entscheidungen gegen Tech?
00:48:51: oder was da die Motivation?
00:48:52: oder eher für Small Caps oder Mid Caps?
00:48:55: Alles gleiche Gewichte bis genauer Stil weniger.
00:48:59: Also heißt ja nicht, dass wir nur das machen.
00:49:01: Es ist ein gewisser Teil aber es ist tatsächlich in erster Linie eine Frage Risikoreduktion.
00:49:07: Wir sehen einfach ein doch erhebliches Risiko, bei diesen sehr hoch bewerteten Technologiewerten auch mal grundsätzlich was andrennen könnte.
00:49:19: Punkte hatte ich ja vorhin genannt und wollen uns im Multi-Asset Kontexten stückweit davor schützen war unserer Ansicht nach eine ganz schlaue Idee.
00:49:30: Wenn man EqualVated nimmt, dann ist man ja weiter da investiert.
00:49:35: Also falls es gut geht und die Werte weiter steigen, partizipiert man weiter davon.
00:49:40: also nicht so stark natürlich wie im S&T ist klar aber man partizippiert weit davon.
00:49:45: Aber falls Technologiewerte, also falls es da tatsächlich mal so eine Ernüchterungsphase geben sollte wo die Kurse tatsächlich mal in den zwanzig dreißig Prozent runtergehen was immerhin denkbar dann begrenzt man eben auch das Verlustrisiko.
00:49:59: Man kann jetzt natürlich noch drüber reden, ob man von vornherein bestimmte Sektoren Gewichte macht und wenn das Feider austariert, das war jetzt mal sozusagen die grobe Lösung hier.
00:50:12: Dann gehe ich mal vom Blick auf die Uhr noch auf die Fragen, die wir haben.
00:50:16: Es ist spannend, wenn Sie eine Million Euro in nur einem Asset anlegen müssten und erst in fünf Jahren wieder darüber verfügen dürften.
00:50:24: Worauf würde irre Wahl fallen?
00:50:26: Das muss ich ja fast ablehnen, die Frage zu beantworten.
00:50:29: Weil genau das machen wir ja nicht!
00:50:31: Also unsere Grundidee ist ja dass wir genau das eben nicht tun sondern eben aus neuen Anlageklassen oder von neuen Anlegeklassen neben sieben tatsächlich nutzen.
00:50:43: aber wenn man mich jetzt hier irgendwie ernsthaft bedrohen würde und zwingen würde dann würde ich natürlich auf Aktien gehen und dann allerdings auf, also ob man wirklich einen MSCI oder Country's einfach als breiten Index nimmt.
00:50:57: Oder ob man da eine andere regionale Gewichtung macht, darüber kann man auch noch mal diskutieren.
00:51:01: aber dann müssten es eigentlich Aktien sein weil grundsätzlich von der grundsätzlichen Lage her Sachwerte nach wie vor jedenfalls wesentlich besser sind als Boditätsorientierte Anlage lassen, das kann man so auf jeden fall sagen.
00:51:20: Wenn du bedroht wirst Aktien wenn du nicht betrot wird.
00:51:24: multisport ansatz.
00:51:25: Ja
00:51:27: auch
00:51:29: noch eine spannende frage Zukunft Bitcoin.
00:51:32: habt ihr da euch die ziele gesetzt?
00:51:35: also wir sind da grundsätzlich positiv.
00:51:39: Wie gesagt haben ja dann ein eigenes team auch dass sich intensiver damit beschäftigt und die tatsächlich zum Ergebnis kommen und sagen, wir sind da sozusagen in einem Prozess drin wo Digital Assets muss man sagen.
00:51:53: Insgesamt zu einer etablierten Anlageklasse werden, wo das auch immer mehr Eingang findet im normalen Portfolios, was von Unternehmen genutzt wird.
00:52:01: Stablecoins ist ein Punkt in dem Zusammenhang und deswegen sind die Aussichten strukturell grundsätzlich positiv.
00:52:09: Im Moment sind wir ein bisschen zurückhaltend.
00:52:11: also Wir sehen jetzt nicht direkt, dass das Direkt in den nächsten Wochen wieder dramatisch nach oben bewegt.
00:52:19: Und wichtig auch da investieren wir nicht einfach nur in Bitcoin sondern eben auch andere Digital Assets in einem gewissen Corp weil auch da natürlich es eben ja durchaus Unterschiede geben kann zwischen Ethereum, zwischen Stable Coins, zwischen den Meinern und so weiter.
00:52:44: Und eben Bitcoin selber.
00:52:46: also auch da kommt es insofern ein bisschen auf eine Mischung an aber grundsätzlich positiv.
00:52:50: Also nicht für die nächsten drei Wochen unbedingt.
00:52:53: Nicht dass einer dann sagt ja jetzt ist das aber wieder zehn Prozent runter oder so.
00:52:57: Aber Auf Sicht von ein zwei Jahren wären wir da zuversichtlich.
00:53:01: Danke Leo.
00:53:02: Jetzt noch ne Frage für den Szenario.
00:53:04: Du hast ja diese drei verschiedenen Szenarien für den Konflikt im Nahen Osten speziert gehabt.
00:53:10: Trotz auch gesagt, du sitzt euch wöchentlich zusammen.
00:53:12: wie kommt ihr denn zu so Prozent setzen?
00:53:14: Das sind tatsächlich nicht qualitative Bewertungen, die allerdings jetzt nicht ausgewürfelt werden.
00:53:20: Sondern das hatte ich ja versucht zumindest anzudeuten, dass man natürlich auch geopolitische Dinge durchaus nüchtern analysieren kann.
00:53:29: Da muss man sagen da wir ja ein mittelständisches Unternehmen sind und jetzt hier nicht irgendwie zwanzig Leute beschäftigen können, die geopolitische Analysen machen setzen wir da durchaus auch auf externen Sachverstand an manchen Stellen, bilden uns aber immer eine eigene Meinung.
00:53:47: und ein wichtiger Punkt ist eben dass man möglichst emotionsfrei und nüchtern sich die Interessenlage der Beteiligten anguckt.
00:53:55: Das es also gerade im Umgang mit Trump ist das wichtig weil man da ja sagen wir mal wenn man sich das Chaos so anguckt natürlich schnell dazu neigetürt zu sagen Der Kerl ist einfach völlig verrückt geworden und man kann eigentlich gar nichts abschätzen.
00:54:08: Ganz so ist es aber eben nicht.
00:54:10: Also das gibt da natürlich Interesse, das gibt ja auch durchaus nach wie vor ein Kreis von Beratern die jetzt vielleicht auch nicht über jeden Zweifel haben sind, aber wo man doch unterstellen kann dass in gewisser Weise vernünstige Überlegungen sich am Ende des Tages durchsetzen.
00:54:29: und auf dieser Basis kommt dann zum Beispiel dahin, dass man sagt also Es ist eben einfach im Interesse der USA Irans hier zu einer Einigung zukommen und deswegen Ordnen war dem eben eine höhere Wahrscheinlichkeit zu, als eben das ist wieder eskaliert.
00:54:50: Ob jetzt die Wahrscheinlichkeits für Eskalationen von zwanzig oder dreißig ist?
00:54:54: Das ist nicht der entscheidende Punkt an dieser Stelle.
00:54:57: Insofern keine Algorithmus dahinter.
00:54:59: Dankeschön!
00:55:01: Jetzt sagen wir machen.
00:55:02: noch die zwei, die auch noch Zusatzvotes bekommen haben.
00:55:07: Sehen Sie im Herbst eine Redaktion vom USA, die Begründungsstellen der Arbeitsgruppe und seine hohe Inflation.
00:55:13: Wie kann man damit umgehen?
00:55:14: Das ist eine sehr spannende Frage weil wir tatsächlich, ich will es mal so sagen durchaus etwas skeptisch sind ob diese robuste Entwicklung der US-Konjunktur über den Jahreswechsel XXXII und XXV hinaus anhält.
00:55:31: Also wir sind sehr positiv fürs erste Halbjahr, auch weil da jetzt Steuererstattungen und noch mal expansive Fiskalpolitik usw.
00:55:39: Wir sehen bisher auch gar keine Anzeichen dass sich das dramatisch abschwächt.
00:55:43: also gerade heute kamen Einzelhandelsumsetzer für März die waren wieder über oberhalb der Erwartung Der Arbeitsmarkt ist ein Gleichgewicht usw.
00:55:51: Aber in der Tat Also ich selber bin sowieso kein Gleichgewichtsökonom und glaube deswegen nicht daran, dass wirtschaftliche Sachverhalte auf Dauer irgendwo in einem Gleichgewicht waren.
00:56:04: Und wenn man sich dann überlegt, in welche Richtung das kicken könnte, dann wird man sich die Entwicklung der US-Wirtschaft in der Tat dahingehend angucken müssen.
00:56:15: so Ich sage das bewusst deshalb so vorsichtig, weil es auch da eben nicht sinnvoll ist zu sagen ich glaube jetzt einfach daran dass die in eine Rezession rutschen und dann machen wir ABC.
00:56:27: Sondern auch da muss man natürlich sich überlegen was könnten den Trigger sein?
00:56:31: an welchen Indikatoren würde man das sehen?
00:56:33: und dass dann wieder der Geldpolitik?
00:56:36: Wir würden eben erst dann wirklich reagieren, wenn wir da tatsächlich auch Anzeichen sehen.
00:56:41: Aber wir haben da tatsächlich eine erhöhte Aufmerksamkeit darauf und schauen uns das unter dem Gesichtspunkt ziemlich intensiv an.
00:56:49: Und wenn es so wäre... Wenn wir also morgen zum Ergebnis kämen, machen übrigens einmal im Quartal einen Global Outlook-Meeting wo wir genau solche Fragen mit etwas längerem Zeithorizont diskutieren.
00:57:00: Wenn wir da zum Ergebnis kämen, unser Basis-Szenario ist jetzt das die Wissenschaft abschmiert und in eine Rezession kommt.
00:57:08: Dann müsste man tatsächlich das Aktien-Explosions deutlich reduzieren und in Anleihen umschichten also den Staatsanleihen hoher Bonität insbesondere.
00:57:18: Man würde nicht alle Aktien verkaufen, sondern wie gesagt man hat ja immer Wahrscheinlichkeiten.
00:57:23: Aber dann würde man also momentan sind wir bei Aktien übergewichtet und Renten untergewichtet Und dann müsste man es umgekehrt machen weil in einem recessiven Szenario-Aktien natürlich auf jeden Fall einen hohen Korrektur-Potenzial haben und umgekehr die Zinsen dann deutlich sinken heißt Anleihen bessere Performance abwerfen.
00:57:43: Also das ist ja jetzt mal strukturell die Antwort darauf
00:57:47: Dankeschön.
00:57:49: Jetzt zum Abschluss, wenn wir jetzt der Gratrichtung USA geschaut also von uns Richtung Westen, jetzt gucken wir mal ein bisschen weiter in den Norden und zwar Richtung Asien.
00:58:01: Also empfehlen die ja nicht.
00:58:04: Aber was findest du?
00:58:05: Nein
00:58:06: aber in der Tat muss ich auch ein bisschen einen Tick weiter ausholen weil wir waren Anfang des Jahres grundsätzlich positiv für Schwellen in der Aktien Übrigens auch für Schwellen in der Anleihen.
00:58:19: Gründe waren gute wirtschaftliche Aussichten, Zinsenkungspotenzial der Notenbanken und stabiler Dollar oder stabile Währungen.
00:58:28: Wenn man uns das jetzt angucken ist, kann man hinter allen drei Punkten Fragezeichen machen.
00:58:33: die wirtschaftlichen Aussichten sind eben belastet durch den Iran Krieg gerade Asien der Versorgungskrise natürlich stark betroffen, weil gerade ein Großteil des Öls außen an Osten ging ja über die Straße von Hormuz eben nach Asien.
00:58:55: Die Notenbanken werden wahrscheinlich zumindest erstmal sich angucken was da mit der Inflation passiert und jedenfalls nicht mehr ganz so zinsend senken.
00:59:06: oder stabile Währungen muss man halt mal gucken.
00:59:09: So, Sie es gesagt haben sind wir aber trotzdem jetzt nicht grundsätzlich negativ gegenüber Schwellenländer werden.
00:59:19: Glauben aber dass man da stärker differenzieren muss.
00:59:23: in Asien sind gut gelaufen zuletzt tatsächlich die Märkte die mit Technologiewerten zu tun haben also Taiwan Südkorea Der Rest eigentlich nicht besonders gut.
00:59:34: Und zuletzt sind gut gelaufen eben in der Tat Rohstoff exportierende Länder, also insbesondere in den Amerikanen, also Brasilien und so.
00:59:44: Von daher glauben wir, dass das durchaus sinnvoll ist, gewisse Engagements, einen gewissen Prozentsatz tatsächlich auch in Schwellenländern zu haben würden im Moment aber wahrscheinlich nicht oder tun es eben auch nicht in erster Linie auf Asien setzen sondern eher auf Lateinamerika und dann muss man sich das aber fortlaufend auch weiter angucken.
01:00:07: Oder ein Wort noch oder einsatz nur zu China, wenn man es ganz offen kurzen Nenner bringen will die wirtschaftlichen Aussichten sind schlecht da ändert sich auch irgendwie seit einer Zeit gar nichts.
01:00:19: also aus dieser Perspektive muss man da nicht drin sein.
01:00:24: In China ist der Techsektor, natürlich Daniel oder die Technologieunternehmen.
01:00:29: Das sind eigentlich die einzigen, die mehr oder weniger auf Augenhöhe mit den US-Firmen sind und sie sind nicht so hoch bewertet und da ergeben sich durchaus Chancen.
01:00:39: Vielen Dank!
01:00:40: Wirklich super spannend.
01:00:41: Ich glaube das müssen wir gemeinsam öfter machen.
01:00:43: des Formats.
01:00:44: Ich fand es sehr interessant.
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